Turboteamentwicklung in 75 Min.

– geht das wirklich?

Der Sommer 2015 war schlichtweg ein Sommermärchen. Der Biergarten lockte und öfter als sonst wurden Einladungen zu Grillfesten gemacht. Besonders eine Einladung hörte sich mal ganz anders an. Im Wortlaut: Sie sind eingeladen zum Grillparty-Workshop. Zahlreiche Gäste ließen sich auf dieses Experiment ein.

Kein Tisch war gedeckt, kein klassisches Büffet wurde aufgebaut, keine nette Dekoration war vorhanden. Die Idee dahinter war, dass die Gäste das Fest selbst in gemeinsamer Arbeit gestalteten. Die meisten kannten sich bis zu diesem Zeitpunkt nicht. Per Zufallsprinzip wurden die Gäste in Teams aufgeteilt. In nur 75 Minuten sollten 6 außergewöhnliche Grillsoßen – 6 leckere Salate – 6 spritzige Cocktails mit und ohne Alkohol, leuchtende Tischdekorationen sowie 3 Kunstwerke auf Leinwand gezaubert werden.

Das Grillgut brutzelte und die Koordination wurde von den Gastgebern in die Hand genommen. Ziel war es, dass die Gäste alle vorbereitenden Zutaten und Materialien anhand von Beschreibungen herstellten. Alle 10 Minuten wurde die Station gewechselt. Die Teams schnippelten, mixten, dekorierten, malten miteinander. Gemeinsam gestaunt, gefeiert und geschlemmt wurde im Anschluss. Aber konnte dies wirklich funktionieren? Elena Ciuffreda, Personalreferentin bei Advanced UniByte, Reutlingen, war dabei.

Frau Ciuffreda, was hat Sie veranlasst, dieser Einladung zu folgen?
 

Eigentlich hatte ich schon viel früher vor, bei „verRückte Impulse“ vorbeizuschauen. Weil die bisherigen Einladungen immer besonders waren. Es war klar für mich, ich würde da mal hingehen. Der Grillworkshop hat mich neugierig gemacht.

Hatten Sie eine Vorstellung von dem, was Sie erwartet? 
 

Nein! Mir war klar, es wird gegrillt. Es wird in irgendeiner Form einen Workshop geben, der das Grillen miteinbezieht. Wie das genau aussehen sollte, wusste ich nicht.

Wie haben Sie die Stimmung an diesem Abend wahrgenommen? 
 

Sehr locker, natürlich, authentisch. Nichts war erzwungen. Es war vom ersten Moment an eine Wohlfühlatmosphäre.

Was ist in diesen 75 Minuten „Workflow“ alles passiert? 
 

Sofort wurde man in eine Gruppe geworfen und keiner konnte sich rausnehmen. Es gab keinen Raum, sich Gedanken zu machen, was passieren würde. Plötzlich war man mittendrin, es gab keinerlei Hemmschwellen.

Was waren Ihre schönsten Augenblicke an diesem Abend? 
 

Nach der ersten Team-Station festzustellen, ja das funktioniert! Da entsteht was. Ich bin hier mit Leuten zusammengewürfelt worden, die ich zuvor nicht kannte, und trotzdem konnten wir uns aufeinander verlassen und haben etwas miteinander geschaffen.

Wie hat das Teamwork funktioniert? 
 

Sehr gut. Es lief Hand in Hand. Jeder hat Verantwortung übernommen und sich der Aufgabe angenommen und das gemeinsame Ziel verfolgt.

Welche Rolle spielt das Thema „Teamentwicklung“ in Ihrem Unternehmen? 
 

Es spielt eine große Rolle. Mit eine der bedeutsamsten Rollen hier im Unternehmen. Es geht bei uns nicht nur um eine klassische Teamentwicklung, sondern um eine team- übergreifende Entwicklung. Das bedeutet, dass alle Rädchen zusammenlaufen. Das ist bei uns in jeder Abteilung spürbar. Den Satz „ich bin hierfür nicht zuständig“ hört man bei Advanced UniByte nicht.

Was zeichnet Ihr Unternehmen besonders aus? 
 

Dass jeder so sein darf, wie er ist! Das wollen wir auch so. Niemand hat eine Maske auf oder soll sich verbiegen. Wir sind ein soziales Unternehmen. Die Weiterentwicklung bestimmt man selbst. Keiner wird ausgebremst in seiner Entwicklung. Ein ehemaliger Azubi ist heute beispielsweise Teamleiter. Wir sehen das Potenzial jeder Person und fördern dies auch.

Was spornt Sie an, bei Advanced UniByte zu arbeiten? 
 

Dass ich jeden Tag Spaß habe bei Advanced UniByte! Wenn ich eine coole Idee habe, dann heißt es nicht „nein, das geht nicht“ oder „das wollen wir nicht“. Ich kann es umsetzen und werde nicht ausgebremst. Diese Freiheit schätze ich sehr. Das Ergebnis meiner Arbeit zu sehen, wie gut sich die Azubis hier entwickeln. Das gibt mir ein Gefühl der Zufriedenheit. Was mit diesem Sommerfest als Beispiel gestartet wurde, kann als Baustein oder Einstieg für eine sinnvolle Teamentwicklung stehen. Das Ergebnis des Workshops „Grillparty“ bestätigt, dass diese Art des Teambuildings extrem gut funktioniert und komplett „fremde“ Menschen miteinander verbindet. Wie erfolgreich ist es dann erst bei Menschen, die regelmäßig miteinander zu tun haben?

Teamentwicklung ist jedoch ein
längerfristiger Vorgang und bedeutet
eine systematische Zusammenarbeit
der Mitglieder und eine
fortwährende Entwicklung der Arbeitsprozesse.
Durch die professionelle
Unterstützung von Führungskräften
oder durch externe
Teamentwickler kann dieser Prozess
forciert und von den Teammitgliedern
leichter umgesetzt werden.

So kann ein gemeinschaftliches
Initial gesetzt
werden.

Barbara

Barbara Kurz

Impulsgeberin bei verRückte Impulse