Clever und fit im Alltag

Eine ausgewogene Ernährung und gesunde Fitness sind wichtig für uns und unseren Körper. Wir sind fitter im Alltag, beugen vor allem in kalten Jahreszeiten unnötigen Erkältungen durch Bewegung und gesundes Essen vor und fühlen uns einfach wohler. Auch unser Gehirn dankt uns eine abwechslungsreiche Ernährung und verarbeitet Informationen im Berufsalltag schneller, wenn wir das Richtige essen.

Aber welche Lebensmittel kann und darf ich essen, um mich im Alltag wirklich fit zu fühlen?
Der „Ratgeberdschungel“ ist heute unendlich groß. Tausende Bücher, Filme und Zeitschriftentipps umgeben uns: Low Carb, Fasten, One-Day-Diät und Veganismus sind nur einige der Varianten, die uns als Idealernährung bzw. Idealdiät vorgeschlagen werden. Da ist es nicht immer ganz einfach, das Richtige und vor allem Wichtige herauszufiltern. Hinzu kommt, dass man im stressigen Alltag mit vielen anderen Sorgen und Aufgaben beschäftigt ist, z. B. im Beruf oder in der Familie. Deshalb sollten unsere Ernährung und unsere Bewegung im Alltag nicht zu einer weiteren Belastung werden. Im Gegenteil: Sie sollten uns Freude bereiten!

Irene Kellner-Langanky und Barbara Kurz (Trainerinnen bei verRückte Impulse) geben in ihren Seminaren und Coachings Impulse für einen gesünderen und stressfreieren Alltag.

Ihre wichtigsten Hinweise sowie Tipps und Tricks haben die beiden für Sie hier zusammengestellt:

Barbara Kurz: „Die meisten Menschen denken, dass Sie kaum Zucker essen. Dabei essen sie im Alltag oftmals Pizza, Pasta und Co. Da ist aber auch Zucker drin. Die in diesen Lebensmitteln enthaltenen Kohlenhydrate wandeln sich in Zucker um und geben dem Konsumenten einen kurzen Energieschub. Das war’s dann aber auch schon … Daher: Lieber auf schnelle Kohlenhydrate
in der Mittagspause verzichten und z. B. auf Vollkornprodukte mit reichlich Salat und Gemüse umsteigen!“

Irene Kellner-Langanky: „Wir haben im Alltag so viele Anforderungen an uns selbst und dazu kommt dann noch, was die Familie, die Freunde und natürlich der Job uns abverlangen. Da hilft es manchmal, sich zu fragen: Was möchte ich eigentlich? Und was tut mir richtig gut, wenn mir mal alles zu viel wird? Schreiben Sie sich doch mal auf, welche Zufluchtsorte und Oasen Sie in Ihrem Alltag haben. Und denken Sie nächstes Mal daran, wenn Ihnen der Alltag zu stressig wird.“

Barbara Kurz: „Das Schlimme ist nicht das Stück Kuchen, an das man immer denkt, wenn es um Verzicht und gesündere Ernährung geht. Nein, es ist viel eher der gesamte Tag. Überdenken Sie einmal, wie Sie sich generell ernähren. Wer seine Einstellung grundlegend ändert und weniger Zucker auf seinen Teller lässt, der kann sich auch einmal ein Stück Kuchen gönnen!“

Irene Kellner-Langanky: „Ich habe Kochen lange Zeit als eine Last empfunden. Für die Familie zu kochen, zum Beispiel. Das kann unheimlich anstrengend sein. Aber dann habe ich mir bewusst Zeit dafür genommen. Ich habe jetzt ein ‚Kochdate‘ mit mir selbst. Diese tolle Erfahrung kann ich nur jedem in stressigeren Zeiten empfehlen.“

Barbara Kurz: „Und wenn Sie einmal der Heißhunger bei der Arbeit überkommt: Probieren Sie mal eine Handvoll Nüsse – Cashews oder Haselnüsse. Ein kleiner Snack, der wertvolles Öl enthält und Ihren Kopf wieder zum Laufen bringt.“

Wer sich grundlegend neu orientieren möchte, kann sich die Ernährungspyramide vornehmen. Dieses simple Modell veranschaulicht sehr genau, welche Nahrungsmittel wir in großen und welche wir in geringeren Mengen verzehren sollten. Dann ergibt sich aus dem Ratgeberchaos ein roter Faden, der einem eine schnelle Orientierung im Alltag geben kann. Natürlich ist es auch manchmal sinnvoll, sich Hilfe bei einem erfahrenen Coach oder Ernährungsberater zu holen, wenn man merkt, dass man selbst keinen Überblick über das eigene Zeitmanagement und Ernährungsverhalten hat. Der Coach oder Berater kann dann eine individuelle Analyse aufstellen und neue Möglichkeiten aufzeigen. Oftmals hilft es auch, sich einfach ein paar Minuten Zeit für sich selbst zu nehmen. Vielleicht kommt es bei Ihnen dann auch zu folgender Quintessenz:

„Nicht die Menge der Arbeit verursacht den alltäglichen Stress, sondern der Mensch, der dich ihretwegen kritisiert und unter Druck setzt. Zugegeben: Manchmal bist du selbst dieser Mensch.“

© Peter Hohl (*1941), deutscher Journalist und Verleger, Redakteur, Moderator und Aphoristiker

von Clara Rohloff

Beitrag im „Zukunft gestalten Magazin“

www.zg-magazin.de

Artikel erschien in Ausgabe 7

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